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Geschichten über Bilder, die irgendwann irgendwo s o n s t entstanden sind.

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Freitag, 4. August 2017

Nachdem wir gestern den ganzen Tag gepackt haben, die Wohnung aufgeräumt haben, ging es nun endlich heute morgen los. Von Hirtshals (im nördlichsten Teil Dänemarks) würde die Fähre am Samstagnachmittag zu den Färöer Inseln und Island abfahren. Das ist von Potsdam mehr als 700 km entfernt. Und so planten wir einen Zwischenstopp in Dänemark ein, in einer kleinen Pension Holm Molle inmitten einer hügeligen Landschaft und abgeschiedenen Gegend. Am Nachmittag, nach endloser Autobahnfahrt, waren wir endlich in einer Gegend in Dänemark, wo es ganz gemütlich zu ging. Wahrscheinlich gibt es sogar viele solcher kleinen Städtchen. Unsere Premiere in Sachen Dänemark war das Städtchen Haderslev. Wobei der Ort auch sehr lange zu Schleswig-Holstein gehörte und teilweise eine deutsche Vergangenheit hat. Der Wind blies sehr stark von See. In der Innenstadt gab es viele Geschäfte mit einem unglaublich schönen Designangebot. Wir entschieden uns, dass wir das alles nicht brauchen und machten uns auf den Weg weiter in Richtung Norden.

 

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Die Pension Holm Molle, ein größerer roter Backsteinbau erschien uns ein bißchen wie das Paradies. Ein großer Garten umgab das Anwesen und um den Garten gab es sehr viel Natur, ein Wechsel aus einem schnell fließenden Bach, kleinen Fischteichen und einer riesengroßen Feuchtwiese, durch die sich der Bach in seinem ganz natürlichen Lauf schlängeln konnte. Kleine Brücken, Stege und Inseln auf dem Rundweg erlaubten Ausblicke in diese urwüchsige Idylle. Das Grün war üppig und scheinbar menschenleer. Es regnete zwar. Aber das verstärkte nur den Eindruck eines Urwaldes. Nach der langen Fahrt machten wir einen langen Spaziergang und fotografierten schon sehr viel.

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Sonnabend, 5. August 2017

Wir haben gut geschlafen. Die Geister der grönländischen Inuit wohnten in unserem Zimmer und ließen mich traumlos und tief schlafen. Direkt neben meinem Bett stand eine etwa 10 cm große Figur aus Stein. Ein dick vermummelter Inuit vor zwei erlegten Robben. Die Kleinplastik war stark vereinfacht, aber trotz aller Abstraktion war alles genau zu erkennen. Unser Zimmer war mit kleinen Kunstwerken geschmückt. Figuren und Bücher, die sich mit Grönland beschäftigten, zeigten einen ganz besonderen Geschmack der Hausherren, einem älteren Ehepaar.

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Was für ein Start in den Frühling! Das erste Aprilwochenende war geprägt von schon fast sommerlichen Temperaturen. Wir wollten hinaus. Eine Radtour-Empfehlung eines netten Kollegen von Andreas ausprobieren: Gutspark Kladow am westlichsten Rand von Berlin. Ein kleiner Park mit einem Gutshaus, oberhalb der Havel gelegen, sollte das Ziel sein. Der Weg dorthin führte fast immer an Seen oder der Havel entlang. Der Wannsee ließ sich gut mit der Fährverbindung der BVG überqueren, so dass man bequem wieder nach Babelsberg zurück gelangte. Eine gemütliche und schöne Strecke mit überwiegend gut ausgebauten Wegen. Was für eine schöne Ecke, dieses preußische Arkadien, in der wir leben.

 

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In den Zeiten der Bahnstreiks hat jeder eine Geschichte parat, die auf irgendeine Art und Weise mit Zügen, Bahnhöfen, Schaffnern und Mitreisenden zu tun hat. Auch ich erlebte vor ein paar Tagen die Bahn live. Aus Kosten- und anderen -gründen, fuhr ich neulich am Abend mit einem IC von Frankfurt am Main nach Berlin. Herrlich! Mal wieder in einem richtigen 6er-Zugabteil zu sitzen, die Fenster öffnen zu können, oder es öfter rumpeln und rattern zu hören. Die Zugdurchsagen sorgten für Heiterkeit. Da war von dem Bedauern zu erfahren, dass man leider den Zug „außerplanmäßig nicht bewirtschaften“ könne, vor Tunneldurchfahrten wurde darum gebeten, die Fenster zu schließen wegen des unterschiedlichen Luftdrucks zwischen innen und außen. Später gab es noch den Hinweis, sich auf „Tagesschau.de“ über den nahenden Streik der Bahn zu informieren. Und der krönende Abschluss der Ansagen war dann diese „bedauerliche Umleitung“, die man noch zu fahren hätte. Nur führte uns dieser angebliche Umweg auf direkterem Weg zum Ziel – nur leider ohne Zwischenhalt in meiner Heimatstadt Potsdam. Aber gut, so ein Interzonenzug, Pardon – Intercityzug, von Frankfurt nach Berlin hält eben nicht im Osten. Aber schön war es doch, dachte ich, als ich kurz vor Ankunft in Berlin mit einem Rumms das Zugfenster wieder schloss.

 

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